Samstag, 12. September 2015

Poesie à la Carte vom 13.09.2015

Von Montag bis Samstag schwiegen die Wälder, am Sonntag kehren die Stimmen zurück!
Ja ihr Lieben, es ist wieder Zeit für Poesie à la carte, dieses mal zum Thema „Träume“. Wie immer bin ich sehr gespannt, was meinen Mitautorinnen zur Welt der Träume eingefallen ist und wenn ihr auch schon ganz kribbelig seit, dann guckst du hier: Poesie á la carte






Wovon ich Träume

Tausend Wünsche sich erfüllen,
wie einst Jesus über Wasser geh’n,
reich beschenkt vom eignen Willen,
gesund und stark im Leben steh’n,
man überwindet Zeit und Raum,
ach wär’ das Leben wie ein Traum!

Ein jeder hat so seine Träume,
ewig’s Glück, Gut und viel Geld,
es wachsen manche großen Bäume,
mit Wunsches Macht zum Himmelszelt,
zerplatzen dort, es war nur Schaum,
warum ist Leben nicht ein Traum?

Wären Menschen nur Bescheiden,
nicht voll Gier auf eigenes Glück,
könnten sich die Völker leiden,
käme Frieden uns vielleicht zurück,
zu Hoffen wag’ ich solches kaum,
dann wäre Platz für jeden Traum.











Traumbild

Aus Seelentief steigt Bildgesicht,
empor in Traumesschwaden,
woher es kommt, das weißt du nicht,
von fremden Nachtgestaden.
Es segelt auf Gedankenfluss,
schwimmt in der Sehnsuchtsquelle,
entstanden aus dem Überdruss
an des harten Tages Schwelle.
So folgt es dir in deine Nacht
und singt dir seine Lieder.
Es nutzt im Schlafe seine Macht,
ringt deine Mühsal nieder.
Die Nachtfee hat es dir geschenkt,
dem Tage zu vergeben,
das Traumbild deine Sinne lenkt,
auf Morgen und das Leben.






Träumereien

Es träumt der Mensch den alten Traum,
von Frieden und Glückseligkeit,
doch könnt man in die Zukunft schau’n,
wär’ die Erfüllung doch sehr weit.
Denn statt des Traumes Kraft zu leben,
das Morgen alle Fröhlich sind,
lässt er die Gier sich stets erheben,
worauf ein neuer Kampf beginnt.
Doch einmal ist der Krieg verloren,
die Welt zerschlagen weit und breit,
dann wird ein neuer Traum geboren,
vom Frieden und Glückseligkeit.