Samstag, 21. November 2015

Poesie à la carte zum 22. 11. 2015


Jetzt kommen die stillen Wochen der Vorweihnachtszeit und auch bei Poesie à la carte wird es festlich. Der Advent soll heute unser Thema sein und ich freue mich, wieder dabei sein zu können, nachdem ich letzte Woche der Gesundheit wegen pausieren musste.

Hier direkt gibt es meine Texte zum Advent und die meiner MitstreiterInnen findet ihr wie immer hier: Poesie à la carte









Durch den Advent

Dunkel liegen schon die Straßen,
der Wind treibt Wolken übers Land,
in den Häusern brennen Kerzen,
und mancherorts ein Lied erklingt.

Schnee fällt in die stillen Gassen,
macht daraus ein weißes Band,
das in vielen Menschenherzen,
Hoffnung jetzt auf Frieden bringt.

Leiser scheinen nun die Stunden,
das Leben rennt nicht so dahin,
während Mütter Plätzchen backen,
kehrt eine tiefe Ruhe ein.

Des Jahres Mühsal ist verschwunden,
das Dasein hat jetzt wieder Sinn,
Zeit die Geschenke einzupacken,
den bald wird wieder Weihnacht sein.










Begegnung im Advent

Einsam sind die schmalen Wege,
kaum ein Mensch ist noch zu sehen,
tief verschneit liegen die Gassen,
Flocken wirbeln mir ums Haupt.
Versunken in des Winters Armen,
liegt das Dorf im fahlen Schein,
diffuses Licht von den Laternen,
unwirklich bricht das Weiß den Strahl.
Vom Kirchlein hör ich’s fade läuten,
ein Klang, verschwommen durch den Schnee,
der fast unwirklich mich begleitet,
auf meinem Gang durch Winternacht.
War da nicht über mir Bewegung,
sah einen Schlitten ich vorüberziehen,
am Himmel dort gleich rechts vom Haus,
oder spielen meine Sinne einen Streich,
doch ich höre Glöckchen leise klingen.
Sind Kinder es, die mich da narren,
oder vielleicht doch der Weihnachtsmann?
Spazieren gehen im Advent,
in geheimnisvoll verträumter Winterwelt,
erweckt tief im Herzen die Gefühle,
die den Weihnachtszauber machen.
Man lässt sich gerne dann verführen,
das auch zu sehen, was man fühlt,
und dann zu Hause in der Stube,
ist dies Gefühl schon Sicherheit,
ich weiß genau, ich sah den Schlitten,
und Weihnachten ist nicht mehr weit.




Text: ©Jürgen Kohl    Bildquelle: Pixabay