Samstag, 3. Oktober 2015

Poesie à la carte zum 04. 10. 2015


Wieder ist eine Woche vergangen und ein Sonntag steht vor der Tür!

Und wieder haben wir uns zum Schreiben niedergesetzt und uns Gedanken gemacht zu einem neuen Thema bei
Diese Woche geht es um ein Thema, um das mein Leben kreist, seit ich lesen gelernt habe, es geht um das Buch.
Was mir da so in den Sinn gekommen ist, könnt ihr hier lesen, die Texte meiner Mitstreiter findet ihr wie immer hier: Poesie à la carte


Ich wünsche euch viel Vergnügen!








Buch

Tausende uralter Zeichen,
Hand verfasste Ewigkeit,
Wort gemalt und ohne gleichen,
Bilder aus uralter Zeit.

Längst vergessen jene Weißen,
die in alter Kunst beschrieben,
was von ihren langen Reisen,
ihnen als Essenz geblieben.

Kunstvoll Seiten eingeschlagen,
in kostbar, Zier reiches Gebinde,
erzählen uns aus fremden Tagen,
von den Herr’n und vom Gesinde.

Gotteswort und Menschen Rede,
Liebesschwur und Todesfluch,
Kulturen die der Wind verwehte,
erstehen neu in einem Buch.








Die Geburt

Hab’ geschrieben Stund’ um Stunde,
gerungen nach der Worte Kraft,
war mit der Magie im Bunde,
habe Satz für Satz geschafft.
Sitze jetzt und hoffe leise,
dass sich ein Verleger findet,
der mir nach der alten Weise,
meine Zeilen fest verbindet.
Möcht’ so gern in Händen halten,
jene Seiten die ich schrieb,
was mein Herz mich ließ gestalten,
wozu mich mein Wortschatz trieb.

Und nun liegt nach langen Wochen,
vor mir gedruckt was ich gebar
mein Herz, es schlägt mit lautem Pochen,
ein großer Traum wurde mir wahr.
Bin Vater von den vielen Zeilen,
und Mutter auch von diesem Buch,
und will doch schon zum Schreibtisch eilen,
weil ich nach neuen Worten such.